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Mount Obama in Karibikstaat Antigua und Barbuda

Karibikstaat Antigua und Barbuda benennt Berg nach US-Präsident

Kann ein Mann Berge versetzen? Yes he can. Vor allem wenn er Barack Obama heißt und Präsident der Vereinigten Staaten ist. Der kleine Inselstaat Antigua und Barbuda, im Nordosten der Karibik gelegen, hat seinen mit gut 400 Metern höchsten Berg, bis dahin als “Boggy Peak” bekannt, in “Mount Obama” umbenannt.

Die vorwiegend schwarze Bevölkerung Antiguas identifiziert sich stark mit ihren afrikanischen Wurzeln, der Großteil der Vorfahren kam als Sklaven im 17. und 18. Jahrhundert auf die Insel, um auf den Plantagen der britischen Kolonialherren zu arbeiten. Als Barack Obama zum ersten afroamerikanischen Präsidenten gewählt wurde, stand der kleine, seit 1981 unabhängige Karibikstaat mit seinen 77.000 Einwohnern, Kopf.

Am 4. August, Obamas Geburtstag und zugleich dem letzten Tag des antiguanischen Karnevals, der an das Ende der Sklaverei im Jahre 1834 erinnert, erfolgte die Umbenennung durch Premierminister Baldwin Spencer in einer feierlichen Zeremonie mit vielen geladenen Gästen. Obama selbst war nicht zugegen, er wurde vertreten durch den Chargé D’Affairs der US-Botschaft mit Sitz in Barbados, die auch für Antigua und Barbuda zuständig ist.

Das Gebiet rund um den “frisch gebackenen” Mount Obama ist von üppigem, tropischen Regenwald umgeben und war früher Rückzugsgebiet vieler Sklaven. Nun soll es ein Nationalpark mit Wanderpfaden für die Touristen werden, die das ursprüngliche Eiland vor allem für seine 365 weißen Traumstrände schätzen. Dabei verlautet der Slogan “The beach is just the beginning”, dass es hier noch weit mehr zu entdecken gibt: Zahlreiche Forts, alte Zuckerrohrplantagen, romantische kleine Dörfer und die quirligen Märkte der Hauptstadt St. John’s bieten den Besuchern noch jene Karibik, wie man sie sich vorstellt. Der Massentourismus ist auf Antigua noch nicht angekommen, und so soll es auch bleiben – trotz Mount Obama.